
Von der Momentaufnahme zur nachhaltigen Übepraxis
Die Fragen des ersten Check-ins – Bin ich angespannt? Habe ich Freude? – sind mehr als nur Stimmungsbarometer. Sie sind der Einstieg in ein achtsames, reflektiertes Üben, das nicht nur effizienter, sondern auch gesünder und langfristig wirksamer ist.
Denn wer regelmäßig innehält und sich fragt: Wie geht es mir eigentlich gerade beim Üben?, wird schnell merken: Der eigene emotionale Zustand hat einen direkten Einfluss auf Konzentration, Lernfähigkeit und Musikalität.
🔍 Die nächste Stufe: Muster erkennen
Wenn Du Deine täglichen Mini-Reflexionen notierst, entsteht mit der Zeit ein wertvoller Überblick:
- An welchen Tagen bist Du gelassener – und warum?
- Welche Übezeiten, Räume oder Rituale helfen Dir?
- Wann bist Du besonders kreativ oder motiviert?
- Welche Gedanken blockieren Dich – und welche ermutigen?
💡 Tipp: Notiere jeden Tag einen einzigen Satz zum Üben – wie ein musikalisches Stimmungsbarometer. So entwickelst Du Selbstwahrnehmung als Kompetenz, nicht nur als Momentaufnahme.
🎯 Ziel ist es nicht, jeden Tag „gut drauf“ zu sein – sondern bewusst zu reagieren: Anspannung durch Atmung lösen. Überforderung durch Variation auffangen. Lustlosigkeit durch einen Perspektivwechsel überwinden.
Denn: Effektives Üben beginnt nicht bei den Fingern – sondern im Inneren.

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