Maria Busqué über das üben

Eine Auswahl und Einordnung

Maria Busqué schreibt auf ihrem Blog über Übetechniken, Körperwahrnehmung und musikalisches Lernen. In ihren Beiträgen geht es nicht nur um Wiederholung, sondern auch um Wahrnehmung, Bewegung, Aufmerksamkeit und Freude am musikalischen Arbeiten.

Dieser Text ist eine eigene, verkürzte Auswahl und Einordnung ausgewählter Gedanken. Er ersetzt den Originalbeitrag nicht und ist keine autorisierte Wiedergabe.

1. Üben beginnt mit Wahrnehmung

Eine hilfreiche Frage beim Üben lautet nicht nur: „War es richtig?“, sondern auch:

  • Was habe ich gehört?
  • Was habe ich gespürt?
  • Wo war Bewegung leicht?
  • Wo wurde es eng?
  • Was hat sich verändert?

Diese Art von Wahrnehmung macht Üben genauer. Sie hilft, nicht nur Fehler zu zählen, sondern Zusammenhänge zu erkennen.

2. Der Körper spielt mit

Musizieren ist nie nur Fingerarbeit. Haltung, Atmung, Spannung, Balance und Bewegungsfluss wirken mit.

Beim Üben kann es deshalb sinnvoll sein, kurz zu prüfen:

  • Sitze oder stehe ich stabil?
  • Halte ich irgendwo unnötige Spannung?
  • Kann die Bewegung kleiner oder leichter werden?
  • Atme ich weiter?
  • Passt die Bewegung zum musikalischen Ausdruck?

Gerade bei wiederkehrenden Problemen lohnt sich dieser Blick auf den Körper.

3. Ein Fokus pro Wiederholung

Wenn zu viele Dinge gleichzeitig verbessert werden sollen, wird Üben schnell überfordernd.

Besser ist ein klarer Fokus:

  • einmal nur auf Klang achten,
  • einmal nur auf Rhythmus,
  • einmal nur auf Bewegung,
  • einmal nur auf Atmung,
  • einmal nur auf musikalische Richtung.

So entsteht Ordnung im Üben. Die gleiche Passage wird mehrfach gespielt, aber nicht gedankenlos wiederholt.

4. Kreativ mit Material umgehen

Eine schwierige Passage darf verändert werden, um sie besser zu verstehen.

Möglichkeiten:

  • Rhythmus verändern,
  • Dynamik übertreiben,
  • nur einzelne Töne spielen,
  • Bewegungen ohne Instrument vorbereiten,
  • eine Stelle bewusst leichter oder schwerer machen,
  • mit Ausdruck experimentieren.

Solche Veränderungen können helfen, vertraute Muster zu durchbrechen.

5. Freude ist kein Luxus

Üben darf auch fordernd sein. Aber wenn es nur noch aus Fehlerkontrolle besteht, geht oft die musikalische Verbindung verloren.

Deshalb ist es sinnvoll, regelmäßig auch das einzubauen, was gut klingt, was berührt oder was Lust macht weiterzuspielen.

Fragen dazu:

  • Was gefällt mir an dieser Musik?
  • Welche Stelle klingt schon lebendig?
  • Wo kann ich Ausdruck statt Kontrolle suchen?
  • Was möchte ich heute musikalisch erleben?

Fazit

Aus der Beschäftigung mit Maria Busqués Blog lässt sich für Besser Üben ableiten: Üben wird wirksamer, wenn es Wahrnehmung, Körper, Aufmerksamkeit, Variation und musikalische Freude verbindet.

Quelle:
Maria Busqué: Blogbeitrag zu Übetechniken.


Der Originalbeitrag ist auf der Seite verlinkt. ➡️ mariabusque.net/blog/uebetechniken

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