Motorik trifft Gehirn – warum Deine Finger klüger machen
Wenn Erwachsene ein Instrument lernen, geht es nicht nur um Musik. Deine Fingerbewegungen trainieren gleichzeitig das Gehirn. Das Corpus Callosum – die „Datenautobahn“ im Kopf – wird dabei richtig gefordert.
Das Spannende: Diese Effekte sind nicht Kindern vorbehalten. Auch wenn Du mit 30, 50 oder 70 beginnst, profitiert Dein Gehirn. Motorik und Kognition sind ein echtes Dreamteam. Feinste Bewegungen, die Du beim Spielen koordinierst, wirken wie ein Fitnessstudio fürs Denken.
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Das Corpus Callosum (lateinisch: „Balken“) ist die größte Nervenbahn im menschlichen Gehirn.
👉 Kurz erklärt:
Es verbindet die linke und rechte Gehirnhälfte miteinander. Millionen von Nervenfasern (Axonen) verlaufen durch diesen „Daten-Highway“ und ermöglichen, dass beide Hemisphären Informationen austauschen.
📌 Funktionen:
Koordination: Linke und rechte Hand (z. B. beim Instrument spielen) können nur so präzise zusammenarbeiten.
Informationsaustausch: Sprache (oft links verankert) und räumliches Vorstellungsvermögen (oft rechts) können kombiniert werden.
Lernen und Kreativität: Viele kognitive Höchstleistungen entstehen, wenn beide Hemisphären synchron arbeiten.
🔎 Interessant für Musiker:innen:
Studien zeigen, dass das Corpus Callosum bei Menschen, die früh und intensiv ein Instrument lernen, oft größer und stärker ausgebildet ist. Das gilt besonders für Instrumente, die beidhändig gespielt werden (z. B. Klavier, Akkordeon). Aber auch Erwachsene, die später anfangen, können durch regelmäßiges Üben positive Veränderungen erzielen – Stichwort Neuroplastizität.
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👉 Tipp für heute: Spiele bewusst langsamer, als Du meinst. Dein Gehirn liebt langsames, sauberes Lernen – das ist die Abkürzung zu Sicherheit.
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