Effektive Übetechniken, Tipps & Tricks für alle Instrumente – für schnellere Fortschritte und mehr Spaß am Musizieren!

Effektiv üben in drei Phasen

„Warum habe ich das Gefühl, dass ich mir alles doppelt so hart erarbeiten muss als früher?“

Wenn Dir diese Frage bekannt vorkommt, bist Du nicht allein. Viele Erwachsene, die ein Instrument neu beginnen oder nach einer Pause wieder einsteigen, erleben genau diese Momente. Musik macht Freude – und gleichzeitig fordert sie unser Gehirn, unsere Motorik und unsere Geduld heraus.

Typische Stolpersteine, die jede:r kennt

  • Plateaus: Plötzlich geht es nicht mehr weiter – trotz Üben.
  • Vergessen über Nacht: Heute gespielt, morgen weg.
  • Perfektionismus: Statt stolz zu sein, sehen wir nur die Fehler.
  • Alltagsstress: Zwischen Job, Familie und Terminen bleibt wenig Zeit – und noch weniger Energie.
  • Lampenfieber: Allein klappt’s, aber vor Menschen versagen die Finger.

Das Gute: Diese Herausforderungen sind normal – und sie haben klare Ursachen, die man verstehen und gezielt angehen kann.

Das Dreiphasenmodell als roter Faden

Forschungen zum motorischen Lernen zeigen: Wir alle durchlaufen beim Instrumentlernen ähnliche Phasen – egal ob mit 8 oder mit 48 Jahren:

  1. Kognitive Phase – Alles ist neu, wir brauchen volle Aufmerksamkeit.
  2. Assoziative Phase – Bewegungen werden feiner, das Gehirn optimiert.
  3. Autonome Phase – Technik läuft automatisch, Raum für Ausdruck entsteht.

Zu wissen, wo man sich gerade befindet, hilft enorm: Es macht verständlich, warum es manchmal hakt – und wann man gerade große Fortschritte macht, ohne es sofort zu merken.

Dein Vorteil als erwachsene:r Lernende:r

Viele glauben, dass Kinder Instrumente schneller lernen. Stimmt teilweise – aber Erwachsene bringen etwas Wertvolles mit: Bewusstsein, Struktur, Durchhaltevermögen und Lebenserfahrung. Wer diese Ressourcen klug einsetzt, kann sehr effektiv üben – und manchmal sogar nachhaltiger lernen als Kinder.

Dein Start in die Serie

In dieser Serie nehmen wir Dich mit auf eine Reise durch die drei Phasen des Übens – mit praxisnahen Tipps, die Du sofort ausprobieren kannst. Wir schauen auf Motivation, mentale Tricks, Lampenfieber, Routinen und die kleinen psychologischen Kniffe, die den Unterschied machen.

Tipp für heute: Überlege kurz: In welcher Phase fühlst Du Dich mit Deinem aktuellen Stück gerade?

  • Alles ist neu, anstrengend, aber spannend?
  • Oder bist Du am Feilen und Justieren?
  • Oder läuft vieles schon automatisch – und Du möchtest es künstlerisch ausbauen?

Das zu erkennen, ist schon der erste Schritt, um klüger zu üben.👉 Folge der Serie auf besserueben, damit Du keine Folge verpasst.

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