Effektive Übetechniken, Tipps & Tricks für alle Instrumente – für schnellere Fortschritte und mehr Spaß am Musizieren!

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Du übst eine schwierige Passage immer wieder – aber der Fortschritt bleibt aus? Vielleicht braucht Dein Gehirn nicht mehr Wiederholungen, sondern mehr Variation.

Differenzielles Üben stammt aus der Sportwissenschaft und hilft dabei, Bewegungen nicht nur präzise, sondern auch flexibel und kreativ auszuführen. Beim Musizieren bedeutet das: Du spielst eine Passage nicht immer gleich, sondern mit kleinen, gezielten Veränderungen.

Woran merkst Du, dass differenzielles Üben für Dich gerade hilfreich sein könnte?
▢ Du spielst eine Stelle immer gleich – und machst dabei auch immer denselben Fehler
▢ Du wirst beim Üben immer angespannter, nicht sicherer
▢ Du hörst zwar, dass es noch nicht richtig klingt, aber weißt nicht, woran es liegt
▢ Du möchtest die musikalische Aussage besser greifen – nicht nur die Technik

Was kannst Du konkret ausprobieren?
▢ Spiele die Passage extrem langsam und übertrieben akzentuiert
▢ Spiele sie sehr schnell, aber nur mit leichtem Tastenkontakt
▢ Reduziere auf die Haupttöne – und improvisiere melodische Übergänge
▢ Spiele die Stelle mit geschlossenen Augen und höre bewusst
▢ Wechsle Artikulation, Dynamik oder Handstellung gezielt ab

Was bringt Dir das?
▢ Du erkennst, wo die echte Schwierigkeit liegt
▢ Du schulst Dein Gehör und Deine Feinmotorik
▢ Du wirst weniger starr und dafür musikalisch freier
▢ Du entwickelst ein besseres Körpergefühl beim Spielen
▢ Du bleibst beim Üben kreativer und motivierter

Differenzielles Üben fördert nicht nur Deine Technik, sondern auch Dein musikalisches Denken. Und es macht oft mehr Spaß, weil Du aktiv mit dem Stück arbeitest – nicht gegen es.

Reflexionsfragen für Dich
Welche Variante fühlt sich am ungewohntesten an?
Welche bringt Dir sofort ein neues Klanggefühl?
Was verändert sich, wenn Du mit Absicht „abweichst“?

Im Übejournal findest Du immer wieder kleine Anregungen für differenzielles Üben. Sie helfen Dir, gewohnte Bahnen zu verlassen – und beim Musizieren nicht nur sicherer, sondern auch ausdrucksstärker zu werden.