VIDEOLINK
Rhythmus ist die unsichtbare Struktur, auf der Musik entsteht. Du kannst die schönsten Töne spielen – ohne Rhythmus verlieren sie ihre Richtung, ihre Spannung, ihren Ausdruck.
Ein gutes Rhythmusgefühl bedeutet nicht, perfekt zählen zu können. Es heißt, den Puls zu spüren, mitzugehen, mitzuschwingen – und zu merken, wenn etwas „klemmt“. Oft ist es nicht die falsche Note, die stört, sondern der verlorene Takt.
Woran merkst Du, dass Dein Rhythmusgefühl unsicher ist?
▢ Du spielst Passagen unterschiedlich schnell, ohne es zu merken
▢ Du brauchst ständig das Metronom – und kämpfst trotzdem dagegen an
▢ Du verlierst Dich in Pausen oder Übergängen
▢ Du traust Dich nicht, beim Spielen mitzubewegen oder mitzuklatschen
▢ Du hörst anderen beim Spielen an, wenn es groovt – aber bekommst es selbst nicht hin
Die gute Nachricht: Rhythmusgefühl lässt sich trainieren – jeden Tag, ohne großen Aufwand. Und es darf leicht sein.
Was kannst Du tun?
▢ Klatsche beim Spazierengehen zum eigenen Schritt
▢ Hör Musik und versuch, den Grundpuls mitzuklopfen – ohne zu zählen
▢ Wechsle bewusst zwischen „onbeat“ und „offbeat“ – spür den Unterschied
▢ Summ eine Melodie im 3er-Takt – und versuch, dabei in 4 zu gehen
▢ Stampf, schnippe, klatsche – wann immer Du Lust hast
Es geht nicht darum, alles richtig zu machen. Es geht darum, wacher zu hören, bewusster zu spüren und mehr mit dem Körper zu arbeiten.
Dein Rhythmus ist nicht nur im Kopf – er ist in Deinem Atem, Deinem Herzschlag, Deinem Schritt. Und genau dort beginnt Musik.
Im Übejournal findest Du Impulse, wie Du Dein Rhythmusgefühl spielerisch stärkst – mit Musik, Bewegung und Alltagsbeobachtungen. Kein Üben gegen die Zeit – sondern ein Üben im Takt des Lebens.
