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Warum verschiedene Methoden?
Üben ist nicht gleich Üben.
Was uns an einem Tag hilft, bringt uns am nächsten vielleicht nicht weiter. Was für die eine funktioniert, wirkt für den anderen blockierend. Deshalb ist es hilfreich, verschiedene Methoden bewusst kennenzulernen – nicht, um alles auf einmal richtig zu machen, sondern um den eigenen Weg zu finden.
Übemethoden sind Werkzeuge. Keine Regeln.
Sie helfen Dir dabei, Deine Aufmerksamkeit zu lenken, Fortschritte zu erkennen, oder neue Perspektiven auf ein Stück zu gewinnen. Und manchmal lösen sie auch eine Blockade – rein technisch oder innerlich.
Wie gehe ich mit Übemethoden um?
Nicht jede Methode passt zu jedem Moment.
Manche funktionieren besonders gut beim Einstieg in ein neues Stück, andere erst, wenn Du bereits tief eingestiegen bist. Einige brauchen Geduld, andere geben Dir Energie zurück.
Nimm Dir also die Freiheit:
- Zu experimentieren, statt zu bewerten
- Zu reflektieren, statt nur durchzuhalten
- Abzubrechen, wenn es nicht funktioniert – und es später vielleicht doch nochmal zu versuchen
Innere Hürden erkennen
Manchmal ist nicht die Technik das Problem, sondern der Kopf.
Sätze wie „Ich kann das einfach nicht“ oder „Ich muss es jetzt perfekt hinkriegen“ blockieren uns mehr als der schwierige Takt.
Daher gehören zur Arbeit mit Übemethoden auch Fragen wie:
- Was fällt mir gerade schwer?
- Wovor habe ich beim Spielen Angst?
- Wann verliere ich die Lust – und warum?
Diese Reflexion ist kein Umweg, sondern ein Teil des Weges.
Denn Musizieren ist persönlich. Und Lernen auch.
🧱 Block-Üben
Zerlege eine Passage in kleine Abschnitte, übe sie gezielt und setze sie wieder zusammen.
Ziel: Sicherheit aufbauen, Fehler früh erkennen, Abspeichern in sinnvollen Einheiten.
Diese und weitere Methoden werden in Deinem Übejournal vorgestellt – mit kleinen Aufgaben, Reflexionsfragen und Platz für Deine Beobachtungen.
Probier aus, was zu Dir passt.
Bleib neugierig.
Und denk dran: Es geht nicht darum, eine Methode „richtig“ anzuwenden – sondern darum, Dich beim Lernen besser zu verstehen.
Musizieren ist ein Weg. Und jeder Weg darf verschieden aussehen.
