Videolink
Das Metronom ist ein hilfreiches Werkzeug – aber nicht für alles und nicht zu jeder Zeit. Entscheidend ist, wo Du gerade stehst, was Du üben willst – und wie Du Dich dabei fühlst.
Wann lohnt sich das Üben mit Metronom?
▢ Wenn Du merkst, dass Du beim Spielen schneller oder langsamer wirst, ohne es zu wollen
▢ Wenn Dir ein stabiles Tempo fehlt
▢ Wenn Du eine schwierige Passage langsam aufbauen willst
▢ Wenn Du rhythmisch unsicher bist und die Zählzeiten klarer brauchst
▢ Wenn Du eine Passage in verschiedenen Tempi sauber durchspielen willst
Tipp: Wähle ein langsames Tempo, bei dem Du Dich sicher fühlst – und steigere es schrittweise. Nimm das Metronom nicht als Kontrolle, sondern als Begleiter.
Wann ist es besser, ohne Metronom zu üben?
▢ Wenn Du einen musikalischen Fluss oder freien Ausdruck suchst
▢ Wenn die Stelle Rubato oder flexible Dynamik braucht
▢ Wenn Du erst einmal hineinspüren möchtest, wie sich eine Melodie für Dich anfühlt
▢ Wenn Du experimentieren oder improvisieren willst
Tipp: Lass das Metronom bewusst weg, wenn Du Gestaltung, Ausdruck oder Spielfreude in den Mittelpunkt stellen möchtest.
Wichtig zu wissen: Du kannst Deine Aufmerksamkeit beim Üben gezielt lenken – mal auf Tempo und Präzision, mal auf Klang und Ausdruck. Das Metronom hilft Dir, Struktur zu finden – aber Musik entsteht dort, wo Du auch mal loslässt.
Im Übejournal findest Du Übungen, bei denen Du mit und ohne Metronom arbeitest – und Hinweise, wann welches Vorgehen Dich am besten unterstützt. Du entscheidest. Immer wieder neu. In Deinem Tempo.
