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Manchmal üben wir eine Stelle wieder und wieder – und trotzdem klappt sie einfach nicht. Der Reflex: nochmal von vorn, diesmal mit mehr Konzentration, vielleicht sogar im Originaltempo. Doch was, wenn das gar nicht hilft?
Zielgerichtetes Üben heißt: erst verstehen, woran es hakt – dann gezielt ansetzen. Dafür ist es hilfreich, eigene Muster zu erkennen und zu wissen, welche Herausforderungen beim Üben besonders häufig vorkommen.
Typische Probleme beim Üben – erkennst Du Dich wieder?
▢ Ich werde beim Spielen schneller oder langsamer, ohne es zu merken
▢ Ich mache immer denselben Fehler, obwohl ich ihn kenne
▢ Ich kann die Passage langsam spielen, aber im Tempo klappt es nicht
▢ Ich spüre, dass meine Bewegungen unkontrolliert oder hektisch werden
▢ Ich verliere beim Zusammenspiel der Hände oder Körperteile den Überblick
▢ Ich höre zwar, dass es nicht gut klingt – aber ich weiß nicht, warum
▢ Ich spiele technisch korrekt, aber es klingt trotzdem leer oder unsicher
▢ Ich weiß nicht, worauf ich mich konzentrieren soll – es ist einfach zu viel auf einmal
▢ Ich habe das Gefühl, je öfter ich die Stelle spiele, desto unklarer wird sie
Wenn Du ein oder mehrere dieser Punkte kennst: Du bist nicht allein. Die meisten Musiker:innen kennen diese Momente. Und sie sind kein Zeichen von Unfähigkeit, sondern ein Zeichen dafür, dass es sich lohnt, genauer hinzusehen.
Frage an Dich:
Was genau macht Dir an der Passage gerade Schwierigkeiten?
Hast Du schon ausprobiert, das Problem zu benennen – bevor Du weiter übst?
Welche dieser Punkte trifft gerade auf Dich zu?
Im Übejournal findest Du viele Hinweise, wie Du diese Fragen beantworten und daraus passende Übungen ableiten kannst. Nicht jedes Hindernis braucht mehr Aufwand – manchmal braucht es nur die richtige Richtung.
