Kostenlose Übe-Checkliste: Wo verlierst Du beim Üben Zeit?

Du übst regelmäßig, kommst aber nicht richtig weiter? Mit der kostenlosen Besser-Üben-Checkliste kannst Du prüfen, wo beim Üben Zeit verloren geht – und wie Deine nächste Übeeinheit klarer wird.

Manchmal ist nach dem Üben gar nicht so leicht zu sagen, was eigentlich passiert ist.

Du hast gespielt. Vielleicht sogar eine ganze Weile. Die Noten lagen da, das Instrument war in der Hand, die schwierige Stelle kam mehrmals dran.

Und trotzdem bleibt dieses Gefühl:
So richtig weiter bin ich heute nicht gekommen.

Das liegt nicht immer an zu wenig Übezeit. Oft verschwindet beim Üben einfach Zeit an Stellen, die man erst bemerkt, wenn man genauer hinschaut.

Zum Beispiel, wenn man immer wieder von vorne beginnt. Oder wenn das Ziel zu groß ist. Oder wenn man eine Stelle zehnmal wiederholt, ohne etwas daran zu verändern.

Genau dafür gibt es die kostenlose Besser-Üben-Checkliste.

Sie hilft Dir, vor oder nach dem Üben kurz zu prüfen: Was mache ich gerade eigentlich? Arbeite ich wirklich an der Stelle, die schwierig ist? Ist mein Ziel klein genug? Und weiß ich am Ende, was beim nächsten Mal dran ist?

Wo beim Üben oft Zeit verloren geht

1. Du spielst immer wieder von vorne

Das ist eine der häufigsten Gewohnheiten.

Man beginnt am Anfang des Stücks, kommt zur schwierigen Stelle, stolpert, spielt irgendwie weiter — und beim nächsten Versuch geht es wieder ganz von vorne los.

Dadurch wird vor allem der Anfang vertrauter. Die Stelle, an der es hakt, bekommt dagegen zu wenig Aufmerksamkeit.

Hilfreicher ist oft: Nimm nur den Übergang, den Griffwechsel, den Takt oder sogar nur zwei Töne heraus.

Nicht das ganze Stück.
Nur die Stelle, die wirklich Arbeit braucht.

2. Dein Ziel ist zu groß

„Ich übe heute das Stück“ klingt nach einem Plan. Für eine Übeeinheit ist es aber oft zu ungenau.

Was genau soll besser werden?

Der Rhythmus?
Der Fingersatz?
Der Klang?
Die Sicherheit?
Der Wechsel zwischen zwei Takten?

Je größer das Ziel, desto schwerer wird es, konzentriert zu bleiben.

Eine brauchbare Frage vor dem Üben ist:

Was soll nach zehn Minuten ein bisschen klarer sein?

Das kann sehr klein sein:

„Ich finde den Fingersatz für diese Stelle.“
„Ich spiele zwei Takte langsamer, ohne zu stolpern.“
„Ich höre, wo der Rhythmus kippt.“
„Ich übe nur die linke Hand.“

So wird aus einer vagen Übezeit eine konkrete Aufgabe.

3. Du wiederholst, ohne etwas zu verändern

Wiederholen gehört zum Üben. Aber Wiederholen allein macht eine Stelle nicht automatisch besser.

Wenn Du eine Stelle immer gleich spielst und sie immer gleich unsicher bleibt, braucht sie wahrscheinlich einen Zwischenschritt.

Du könntest sie langsamer spielen.
Nur eine Hand nehmen.
Den Rhythmus sprechen.
Vor der schwierigen Stelle stoppen.
Den Übergang einzeln üben.

Eine kleine Veränderung reicht oft, damit Du genauer merkst, woran es liegt.

4. Du bleibst zu lange an einer Stelle hängen

Manchmal wird aus Üben ein Verhandeln mit sich selbst.

Nur noch einmal.
Jetzt muss es doch gehen.
Ich kann doch nicht schon wieder aufhören.

Nach einer Weile wird die Stelle aber nicht klarer, sondern nur angespannter.

Dann kann es helfen, die Aufgabe zu verkleinern oder kurz zu wechseln. Nicht als Ausweichen, sondern damit Du wieder genauer arbeiten kannst.

Gerade bei kurzen Übezeiten ist das wichtig. Zehn aufmerksame Minuten sind nicht wenig, wenn sie wirklich auf eine Sache gerichtet sind.

5. Du hältst nicht fest, was Du herausgefunden hast

Nicht jeder Fortschritt klingt sofort besser.

Manchmal ist der wichtigste Fortschritt:
Du weißt jetzt, wo es hakt.

Oder Du merkst, dass das Tempo zu hoch war. Oder dass der Fingersatz nicht passt. Oder dass Du die Stelle gar nicht so genau hörst, wie Du dachtest.

Das ist kein fertiges Ergebnis, aber es ist nützlich.

Eine kurze Notiz nach dem Üben kann reichen:

Was war heute klarer?
Was nehme ich mir beim nächsten Mal vor?

Mehr muss es nicht sein.

Was die Besser-Üben-Checkliste macht

Die Checkliste ist kein großer Test und kein kompliziertes System.

Sie hilft Dir, Deine Übeeinheit kurz zu sortieren:

  • Bin ich wirklich angekommen?
  • Habe ich ein konkretes Ziel?
  • Arbeite ich an der richtigen Stelle?
  • Wiederhole ich aufmerksam?
  • Verändere ich etwas, wenn es nicht besser wird?
  • Weiß ich am Ende, was beim nächsten Mal dran ist?

Du kannst sie direkt am Instrument nutzen. Vor dem Üben, nach dem Üben oder einmal pro Woche, wenn Du merken willst, welche Gewohnheiten sich eingeschlichen haben.

Für wen die Checkliste gedacht ist

Die Checkliste passt gut, wenn Du ein Instrument lernst und manchmal denkst:

„Ich übe, aber es bleibt zäh.“
„Ich weiß nicht, was ich außer Wiederholen tun soll.“
„Ich verliere mich immer im ganzen Stück.“
„Ich bin schnell unzufrieden mit mir.“
„Ich brauche mehr Struktur, aber keinen starren Plan.“

Sie ist für Menschen gedacht, die ihr Üben gezielter gestalten und am Instrument spürbar weiterkommen wollen.

Kostenlose Übe-Checkliste herunterladen

Die Besser-Üben-Checkliste findest Du auf der Seite:

Bücher und mehr rund ums Üben

Dort kannst Du sie kostenlos als PDF herunterladen. Auf derselben Seite werden auch weitere Formate der Besser-Üben-Reihe von MusiKey vorgestellt.

Die Checkliste ist für Deine private Nutzung frei verwendbar. Bitte gib die Datei nicht ungefragt weiter und nutze sie nicht kommerziell ohne Zustimmung von MusiKey.

Sie kann Dir helfen, Deine Übeeinheit klarer zu beginnen, schwierige Stellen gezielter anzuschauen und am Ende kurz festzuhalten, was Du beim nächsten Mal weiterverfolgen möchtest.

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