Ein guter Übetipp ist kein Gesetz. Er ist ein Werkzeug – und Werkzeuge funktionieren nur, wenn sie zum Problem passen.
1. „Immer langsam üben“
Langsames Tempo kann Bewegungen, Tonfolgen und Koordination durchsichtig machen. Wenn sich die Bewegung im Zieltempo aber qualitativ verändert, braucht es zusätzlich kurze Versuche näher am Zieltempo.
2. „Einfach oft wiederholen“
Wiederholung stabilisiert auch das, was gerade schief läuft. Besser: erst entscheiden, was du verändern willst, dann wiederholen und vergleichen.
3. „Immer mit Metronom“
Der Klick ist hervorragend für Puls, Timing und Tempokontrolle. Für Klang, Phrasierung oder freiere Übergänge kann er zeitweise genau das falsche Werkzeug sein.
4. „Jeden Tag muss sein“
Regelmäßigkeit ist hilfreich. Ein ausgelassener Tag ist trotzdem kein Trainingsabbruch. Entscheidend ist, ob du wieder einsteigst.
5. „Spiel das Stück einfach durch“
Durchspielen trainiert Durchhalten und Form. Eine schwierige Stelle wird davon selten automatisch leichter.
6. „Fehler sofort vermeiden“
Fehler liefern Information. Interessanter ist: War es ein Lesefehler, ein Bewegungsproblem, ein Rhythmusproblem oder ein Konzentrationsloch?
7. „Mehr üben“
Mehr Zeit hilft nur, wenn du weißt, was du mit ihr machst. Genau deshalb lohnt sich manchmal eine neue Methode mehr als eine weitere halbe Stunde.
Transparenz: „Besser Üben“ ist eine MusiKey-Reihe; der folgende Link führt zu eigenen Angeboten.
Wenn dir eher die passende Methode fehlt: Das Besser Üben Werkzeugbuch ist als Nachschlagewerk gedacht: Problem erkennen, Methode auswählen, am Instrument ausprobieren.
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