Es gibt Musiker:innen, die spielen beim Auftritt nicht allein.
Obwohl nur eine Person auf der Bühne sitzt.
Im Kopf sitzt nämlich manchmal noch jemand.
Eine ausgesprochen engagierte innere Musiklehrkraft.
Sie kommentiert:
„Zu spät.“
„Linke Hand.“
„Locker.“
„Jetzt aufpassen.“
Und mein persönlicher Favorit:
„Bloß nicht …“
Diese innere Tonspur ist nicht ungewöhnlich.
Problematisch wird sie erst, wenn sie die musikalische Führung übernimmt.
Denn während Du Deinen Körper im Detail kommandierst, soll derselbe Körper gleichzeitig genau das tun, was Du wochenlang trainiert hast.
Bei EINMAL DURCH! geht es deshalb nicht darum, den Kopf vollständig leer zu bekommen.
Das wäre auch ein eher ambitioniertes Vorhaben.
Stattdessen bekommt die Aufmerksamkeit eine klare musikalische Aufgabe.
Klang.
Puls.
Phrasenrichtung.
Wenn eine technische Anweisung auftaucht, darfst Du sie bemerken.
Und dann gehst Du zurück zur Musik.
Denn Vertrauen bedeutet beim Musizieren nicht:
„Wird schon irgendwie.“
Es bedeutet:
Ich lasse das arbeiten, was ich bereits erarbeitet habe.
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